Wenn die Marillen gehen und die Zwetschken kommen
Im Obstgarten verändert sich gerade das Bild: Die Marillenernte klingt langsam aus. Noch werden die letzten reifen Früchte gepflückt, verarbeitet und für unsere Hofläden vorbereitet – doch gleichzeitig beginnt schon die nächste Erntezeit.
Die ersten Zwetschken färben sich dunkelblau und zeigen uns: Der Hochsommer ist da!
Den Anfang macht bei uns die Sorte Katinka. Sie ist die erste von insgesamt neun Zwetschkensorten in unserem Obstgarten. Dadurch können wir – je nach Wetter und Ernteverlauf – von Anfang Juli bis weit in den Herbst hinein immer wieder frisch geerntete Zwetschken anbieten.
Vom Baum direkt in den Hofladen
Unsere Zwetschken werden laufend von Hand geerntet. Dabei achten wir darauf, dass die Früchte reif, aromatisch und trotzdem noch schön fest sind. Gerade bei Zwetschken macht der richtige Erntezeitpunkt einen großen Unterschied: Erst wenn sie ausreichend ausgereift sind, entwickeln sie ihr volles Aroma und ihre angenehme Süße.
Regionale Früchte haben dabei einen großen Vorteil: Durch die kurzen Wege können sie reifer geerntet werden und gelangen rasch zu den Kundinnen und Kunden. Dadurch sind sie besonders frisch und geschmackvoll. Saisonales Obst bringt außerdem Abwechslung auf den Speiseplan und erspart lange Transportwege.
Was steckt in einer Zwetschke?
Zwetschken schmecken nicht nur gut, sondern passen auch wunderbar zu einer ausgewogenen Ernährung. Sie liefern unter anderem Ballaststoffe, Kalium sowie verschiedene Vitamine und Mineralstoffe.
100 Gramm frische Zwetschken enthalten ungefähr:
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49 Kilokalorien
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1,6 Gramm Ballaststoffe
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177 Milligramm Kalium
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außerdem kleinere Mengen Vitamin A, Vitamin C, Vitamin E, Magnesium und Eisen.
Ballaststoffe sind wichtige Bestandteile einer ausgewogenen Ernährung und kommen vor allem in Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten vor.
Natürlich macht nicht ein einzelnes Lebensmittel allein eine gesunde Ernährung aus. Entscheidend ist die Mischung. Die österreichischen Ernährungsempfehlungen raten dazu, täglich reichlich Gemüse und Obst zu essen, weil diese Lebensmittel Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe liefern.
Und ganz ehrlich: Am besten schmecken Zwetschken ohnehin frisch gepflückt – direkt aus dem Obstgarten, wenn sie noch richtig nach Sommer duften.
Zwei einfache Rezepte mit Zwetschken
Klassischer Zwetschkenröster
Ein Zwetschkenröster gehört für uns einfach zum Sommer und Frühherbst. Er passt zu Kaiserschmarrn, Topfenknödeln, Grießkoch, Palatschinken, Joghurt oder auch einfach pur.
Zutaten
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1 kg reife Zwetschken
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80–120 g Zucker, je nach Süße der Früchte
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1 kleine Zimtstange
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2 Gewürznelken
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Saft einer halben Zitrone
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etwa 50 ml Wasser
Zubereitung
Die Zwetschken waschen, halbieren und entsteinen.
Wasser, Zucker, Zitronensaft, Zimt und Nelken in einen großen Topf geben und kurz aufkochen lassen. Anschließend die Zwetschken dazugeben.
Bei kleiner bis mittlerer Hitze ungefähr 15 bis 25 Minuten langsam köcheln lassen. Zwischendurch vorsichtig umrühren. Die Früchte sollen weich werden und Saft abgeben, aber nicht vollständig zerfallen.
Zimtstange und Nelken entfernen. Den Röster warm genießen oder auskühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren.
Die Grundidee orientiert sich an klassischen österreichischen Zwetschkenröster-Rezepten.
Unser Tipp: Sehr reife, aromatische Zwetschken benötigen oft deutlich weniger Zucker. Am besten zuerst sparsam süßen und später abschmecken.
Saftiger Zwetschkenfleck mit Streuseln
Dieser Zwetschkenfleck schmeckt frisch aus dem Rohr besonders gut. Durch die dicht aufgelegten Früchte bleibt der Kuchen wunderbar saftig.
Für den Germteig
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350 g glattes Mehl
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1 Päckchen Trockengerm
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70 g Zucker
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70 g weiche Butter
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1 Ei
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etwa 130 ml lauwarme Milch
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1 Prise Salz
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etwas geriebene Zitronenschale
Für den Belag
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etwa 1 kg Zwetschken
Für die Streusel
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100 g kalte Butter
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100 g glattes Mehl
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80 g Zucker
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½ Teelöffel Zimt
Zubereitung
Mehl, Germ, Zucker, Salz und Zitronenschale vermischen. Butter, Ei und lauwarme Milch dazugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten.
Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort etwa eine Stunde gehen lassen.
In der Zwischenzeit die Zwetschken waschen, halbieren und entsteinen. Für die Streusel Butter, Mehl, Zucker und Zimt mit den Fingern zu groben Bröseln verreiben und kühl stellen.
Den Germteig auf einem mit Backpapier belegten Blech ausrollen. Die Zwetschken dicht darauflegen – am schönsten werden sie leicht schräg und überlappend aufgelegt.
Die Streusel darüber verteilen und den Kuchen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze ungefähr 35 bis 40 Minuten backen.
Vor dem Anschneiden etwas auskühlen lassen.
Das Rezept ist an einen klassischen österreichischen Zwetschkenfleck mit Streuseln angelehnt.
Jetzt beginnt die Zwetschkenzeit
Während wir uns also langsam von den Marillen verabschieden, freuen wir uns schon auf viele Wochen mit unterschiedlichen Zwetschkensorten.
Jede Sorte hat ihren eigenen Geschmack: Manche sind besonders saftig und süß, andere angenehm würzig oder leicht säuerlich. Einige eignen sich hervorragend zum Backen und Einkochen, andere schmecken am besten frisch aus der Hand.
Unsere ersten Zwetschken findest du ab sofort in unseren Hofläden – frisch geerntet und, wie immer, nur solange der Vorrat reicht.
Wir freuen uns auf deinen Besuch!
Deine Familie Schweinhammer vom Bachfeldhof
